15. Juli 2012

Anarchie in Kreuzstich

Meine neueste Stickerei ist fertig und auch schon weitergereicht. Über Twitter hab ich eine Anfrage nach einem kreuzgestickten Anarchie-Logo bekommen. Da das eigentlich ganz gut zu meinem Stil passt, hab ich den Auftrag gerne angenommen.

Ich steh auf Brüche und Kontraste. Und was ist widersprüchlicher als das universelle Zeichen für Chaos und Regellosigkeit Stich für Stich, Kreuz für Kreuz in sauberen Reihen streng nach Entwurf auf Stoff zu sticken?


8. Juli 2012

Sommerliche Wimpelkette für den Garten

Die wundervolle Daklue hatte Geburtstag. Und ist darüberhinaus noch in eine neue Wohnung mit Garten gezogen. Ein Garten!!! Da ich selbst schon lange von einer schicken Wimpelfahne für meinen (noch nicht vorhandenen) Garten träume, hab ich ihr eine für ihre grüne Oase genäht.


Einmal tief durch meine Stoffberge gewühlt und die passenden Farben und Stoffarten rausgesucht. Die Wahl ist auf zwei Vorhänge (weiße Baumwolle und violetter Organza) und Stoffreste von zwei Kleidern gefallen. Wichtig für einen nicht-versäuberten Fähnchen-Banner: Die Stoffe müssen relativ leicht und luftig sein.  Nur so sieht es schön sommerlich aus.


Dann hab ich je sechs Stoffstücke von jeder Sorte zugeschnitten. Zwei Stoffe in Wimpelform, zwei Stoffe in Rechtecke. Dabei hab ich mir angeschaut, wie der Stoff am Rand franst. Der hellgrüne Stoff franst überhaut nicht aus, also hab ich ihn gerade mit dem Rollcutter geschnitten. Der gemusterte Grüne jedoch umso mehr. Daher musste hierfür die Zickzack-Schere ran, ebenso wie für die weiße Gardine. Auch der violette Organza franst, aber recht harmlos und wenn man den Stoff reißt statt schneidet ergibt es sogar einen ganz schönen Effekt.

Natürlich hatte ich kein Schrägband im Haus - und ich war mir doch ganz sicher, dass ich welches gekauft hab! Egal, machma auch selber. Von der weißen Gardine ist noch einiges übrig. Also hab ich sie kurzerhand in gleichmäßig breite Streifen gerissen, circa 8 Zentimeter breit. Gerissen, weil man so einfach einen perfekten, graden Abschluß hinbekommt, da der Stoff mit dem Fadenlauf reißt. Also sind die Streifenränder parallel. Dann alle Streifen an der kurzen Seite zusammengenäht, um einen laaaaangen Streifen zu bekommen. Einmal mittig gebügelt. Dann die Seiten zur Mitte einklappen, bügeln, zusammenfalten, nochmal bügeln. Zack, hab ich ein Einfassband.


Hier kommt die Oberseite der zugeschnittenen Fähnchen im Sandwich-Prinzip zwischen, mit Stecknadeln geheftet und einmal drüber genäht. Vorne und hinten genügend Band lassen, damit man die Wimpelkette noch anbinden kann. Fertig!




5. Juli 2012

Projekt Herrenhemd: Glitzerkragen

Alles zum Projekt Herrenhemd findet ihr hier.  
 
Dem weißen Hemd ist es wortwörtlich an den Kragen gegangen. Fein säuberlich abgelöst, ein wenig gekürzt und mit Glitzersteinen beklebt erstrahlt der Hemdkragen jetzt solo als Accessoire.


 Was ich genau gemacht habe: 


Den Kragen mit einem Nahtrenner und einem Skalpell vom Hemd gelöst. Schön vorsichtig, das auch wirklich nur die Naht aufgeht und ich nicht in den Stoff schneide. Danach um den Hals gelegt und gemerkt, dass er viel zu groß ist. Hinten zerschnitten und ein gutes Stück rausgenommen. Beide Enden miteinander verschürzt und mit einem Saumband versäubert. Die untere Naht, wo vorher das Hemd war, wieder zugenäht. Den Knopf ausgetauscht, damit er zu den Glitzersteinen passt. Diese mit Schmucksteinkleber auf die Kragenspitzen geklebt. Gemerkt, dass sich der Kragen, wenn er am Hals geschlossen ist, irgendwie immer verschiebt. Daraufhin innen eine Öse angenäht. Hat nicht gereicht, Öse löst sich immer wieder, dumme Idee. Also vorne noch einen Druckknopf dazu gepackt. Hält Bombe. Zu faul, die Öse hinten ebenfalls gegen einen Druckknopf auszutauschen. Würde ich aber nächstes Mal von vornherein machen.



Wie man den Glitzerkragen trägt: 

Am besten gefällt er mir mit einem bunten T-Shirt, wie in der Mitte. Auf schwarz sieht es sehr elegant aus, hat aber auch ein bisschen was von Playboy-Mansion-Häschen. Mit dem restlichen weißen Hemd, das den Kragen gelassen hat, ist es recht feierlich. Aber dazu mehr in einem anderen Post.

Ganzkörperfotos gibt es heute nicht, der Fotograf war nicht in Reichweite. Daher nur beschnittene Selbsauslöserbilder und ein verschwommenes Instagrampic.

2. Juli 2012

Projekt Herrenhemd: Spitzensache

Alles zum Projekt Herrenhemd findet ihr hier.

Das karierte Freizeit-Hemd hab ich von meinem Freund geerbt. Es spannt ein wenig über der Brust, aber ansonsten sitzt es. Dem Hemd fehlt nur ein bisschen die weibliche Note. Und was wäre femininer als cremefarbene Spitze?

Die Idee für das "Spitzenhemd" kommt von A Beautiful Mess und folgt der Anleitung aus diesem Post. Außerdem habe ich das weiß-karierte Hemd noch mit schwarzem Tee eingefärbt, damit es zu dem gebrochenen Weiß des Spitzenstoffs passt.


Diese Änderung ist wirklich easy-peasy und wer ein bisschen mit seiner Nähmaschine umgehen kann, ist damit an einem Nachmittag fertig. Man könnte es sogar problemlos mit der Hand nähen, soviele Nähte sind es nicht.

Projekt Herrenhemd


In meinem Schrank tummelt sich ein großer Stapel Herrenhemden. Einige kleiner von meinem Freund, einige wesentliche größere, die ich von meinem besten Freund geerbt habe. Letzerer hat bei 2 Meter Körpergröße über 40 Kilo abgenommen, das heißt: Diese Hemden sind wirklich XL! Die Hemden sind einfach noch zu wenig getragen und zu gut, um sie zu entsorgen. Überhaupt: Wenn ich überlege, was ich für Stoff als Meterware bezahle, wäre ich ja mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn ich diese baumwollene Goldmine nicht ausschöpfe! Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man Hemden umnähen und weiterverwerten kann, dass ich für mich das Projekt Herrenhemd ausgerufen habe. Ein kleiner Blick ins viel zu dünne Portemonaie unterstützt diese Idee noch weiter...

An meinem Pinterest Board "Man's Shirt Revamps" findet ihr eine wachsende Sammlung meiner Inspiration für diese Upcycling-Projekt. Ich habe mir vorgenommen, mindestens drei Hemden zu einem neuen Zweck zu verhelfen. Vielleicht werden es auch mehr? Man wird sehen.

Das Kleidung weiterverwerten nicht bedeuten muss, die pinken Pferdepullis der älteren Cousine aufzutragen, beweisen mittlerweile einige kleine Label auf sehr modische Art.

Selbst in der Hand und auf der Haut hatte ich schon Teile des österreichischen Labels *Milch, die nicht nur Herrenhemden, sondern insbesondere auch Anzughosen zu extrem stylishen neuen Kleidungsstücken recylen. In Düsseldorf führt zum Beispiel Suburbia *Milch-Produkte, ein weiterer Grund, dieser kleine, aber sehr feine Boutique mit dem Motto "Don't Panic, it's Organic!" zu besuchen. Viele weitere Labels und Ideen findet ihr unter anderem bei Upcyling Fashion.

Fashion Recyling by *Milch


24. Juni 2012

Erdbeeren, soweit die Zunge schmeckt

Dieses Wochenende gab es Erdbeeren. Sehr viele extrem leckere Erdbeeren in den unterschiedlichsten Varianten. In Düsseldorf-Hamm ist ein Bauer mit Hofladen, der die weltbesten Erdbeeren anbaut. Sie sind zuckersüß, tiefrot bis in den Kern und der Strunk lässt sich mit einer einfachen Drehung rausziehen. Sie schmecken so, wie ich mich an Erbeeren aus meiner Kindheit erinnere. Wenn man etwas damit zubereitet, hat man fast das Gefühl künstliches Aroma genommen zu haben, weil die Früchte so intensiv sind. Ich befürchte, ich mag nie wieder andere Erdbeeren essen!

Und da ich nicht oft nach Hamm komme, hab ich direkt einen großen Korb gekauft, der schnell verarbeitet werden musste. Als Erstes gab es den Klassiker: Einfach nur mit Milch und einem Schuß Sahne. Dann zum Frühstück Pancakes mit Erdbeeren, Frischkäse und Grafschafter Goldsaft (in Ermangelung von Ahornsirup). Zum Mittag einen Salat mit Büffelmozarella-Erdbeer-Spießen. Hierfür die Früchte vor dem Aufspießen kurz in etwas Essig, Zucker, Salz und Pfeffer ziehen lassen. Göttlich!

Der krönende Abschluß: Erdbeer-Cheesecake im Glas als Dessert.



Hier das schwer improvisierte Rezept. Mengenangaben sind π * Daumen, Zucker zum Beispiel kann man immer noch nach Geschmack nachschütten.

Rezept Erdbeer-Cheesecake mit Keksboden

(ergibt 2 Gläser oder 4 kleinere Nachtischförmchen)


Zutaten:
10 Vollkornbutterkekse
50g Butter
1 Eßl Rübensirup (oder Ahornsirup, oder weglassen. Macht's nur ein bisschen karamelliger)
große Prise Zimt
kleine Prise Muskat
2 TL Orangenmarmelade
100 g Frischkäse
50g Natur-Joghurt (oder Zitrone, das wäre noch besser!)
Saft einer halben Zitrone
etwas Zitronenschale
3-4 Eßl Zucker
1 TL Vanille-Zucker
1/2 Beutel weißer Tortenguss
 3 Handvoll Erdbeeren


Zubereitung:
Butter schmelzen, Kekse krümeln und beides mit Rübensirup, Zimt und Muskat vermischen. Diese Masse in zwei Glasboden drücken. Darauf je einen Teelöffel bittere Orangenmarmelade verteilen.

Frischkäse, Joghurt, Zitronensaft und abgerieben Schale vermischen. Erdbeeren waschen und kleinschneiden. Zur Seite stellen. 

75 ml Wasser mit dem Tortenguss und den Zuckern aufkochen und kurz abkühlen lassen. Die Hälfte unter den Joghurt heben und eventuell mit weiterem Zucker abschmecken. Den restlichen Tortenguss mit 2/3 der Erdbeeren weiterköcheln lassen. Noch etwas Wasser (aber nur wenig!) dazugeben, damit es nicht klumpt. Den Erbeermus durch ein Sieb passieren.

Die frischen Erdbeeren auf die Frischkäsecreme und darüber das Erdbeermus. Ab in den Kühlschrank und für 2,3 Stunden kaltstellen. Schmeckt als Dessert oder zum Fernsehen oder nebenbei oder als Trostpflaster, weil morgen Montag ist. (In nur zwei Gläser aufgeteilt ist es eine sehr reichliche Portion, zu viel zum Nachtisch, würd ich sagen.)

PS: Noch mehr Leckereien wie immer bei der Initiative Sonntagssüß. Und wenn ihr schon am Surfen seit, besucht doch mal meine funkelnigelnagelneue Facebook-Seite!

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19. Juni 2012

BlogSt: Blogger-Workshop in Köln

Oben: lecker Essen, unten: lecker Mädschen (Barbara von finfint. und Ricarda von 23qm Stil)

Mein erster Blogger-Workshop liegt hinter mir und es wird höchste Zeit für ein kurzes Resümee. Denn das habe ich am Samstag gelernt: Blogs sollten aktuell sein. Sonst haben es schon alle anderen gemacht, bis du endlich in die Puschen kommst. Ich hab trotzdem wieder 3 Tage gebraucht. Aber auch das ist mir im Kopf geblieben: "Geh immer deinen Weg und bleib Dir treu!" Und ich bin mir halt treu in meiner etwas trantütigen Art!

Organisiert wurde der Workshop von Ricarda (23qm Stil), mit tatkräftiger Unterstützung von Susanne (La Petit Cusine) und Caro (Sodapop). Der Vormittag stand ganz im Sinne "Wissenswertes und Organisatorisches": Rechtliche Grundlagen, technische Vorraussetzungen, Einsatz von Social Media Tools und die große Frage: Worüber schreib ich eigentlich am besten? (Und worüber besser nicht?) Ricarda hat eine super Rundumschlag geliefert, bei dem für jeden was Neues dabei war.

Wer war dabei?

Die Gruppe war sehr gemischt: Von bloggenden "Urgesteinen" (O-Ton Cati Basmati: Ich glaub, ich blog schon so lange wie es das Internet gibt), über leidenschaftliche Kreativblogger, die auch schon länger dabei sind (Scrap-Impulse), dieses oder letztes Jahr angefangen haben (Papierlabor, Two Cute Wishes, Anja Piranja und Morgenschön), mund-wässrig-machenden Foodies (Ess.raum, Finfint.), inspirierenden  Interior-Stylisten (Happy Home Blog & Signorina Angelina), Fashion Divas (La Stylissima), digitale Wedding-Planer (Verrückt nach Hochzeit) und Corporate Blogger (Sonja vom Galeria Blog) bis zu neugierigen noch-nicht-aber-jetzt-sicher-bald Bloggerinnen.

Von der Theorie in die Praxis

Nach der Mittagspause ging es in den praktischen Teil über. Bei Caro haben wir einiges über Photoshop gelernt, was ich  auch direkt mal angewendet habe (wie man hoffentlich sieht :) ). Ich hatte zwar die ganze Zeit meine Kamera über der Schulter, doch fotografiert hab ich leider schlecht wenig. Daher nur eine spärliche Beute, die dringend mit einigen Effekten aufgehübscht werden musste. Caro wusste, wie man Photoshop von Grund auf erklärt und das sehr komplexe Programm so runterbricht, das auch Photoshop-Novizen die Angst genommen wurde.

Danach dann zu dem Tagespunkt, auf den ich mich heimlich am meisten gefreut habe: Der Still-Life- und Food-Fotografie-Workshop mit Susanne. Ich bin zuvor schon durch ihr Portfolio gestreift und war einfach begeistert von den großartigen Bildern. Sie hat damit begonnen, was mir besonders schwer fällt: Schaltet die Automatik-Funktion eurer Kameras komplett ab! Auch den Autofokus, Blende und Zeit sowieso! Das wird harter Tobak, aber anders geht es nicht, wenn die Kamera wirklich machen soll, was man will. Und nicht anders herum. Ich werd mir jetzt auf jeden Fall ein Stativ anschaffen und mich an die manuellen Einstellungen meiner Kamera heranwagen. Und dabei immer im Kopf behalten, das Bilder Geschichten erzählen sollen.

Unten links: Das Dream-Team Ricarda, Susanne und Caro

Ausklang

Als es dann zum letzte Tagesordungspunkt überging - After-Work(shop)-Essen in der Mangeria Köln - war sofort alles, was ich grad gelernt hab, wie weggeblasen. Unmotivierter Motivanschnitt, schlampige Bild-Komposition und falsche Iso-Werte, alles findet sich in meinen Bildern wieder. Aber jetzt seh ich es jedenfalls. Ein erster Schritt, oder? :)

Wir sind in einem solchen Blitzlichtgewitter in die Mangeria eingefallen, das manch Schaulustiger den roten Teppich gesucht haben mag. Und das war mit das Schönste an dem Treffen: Keiner nölt rum, du sollst doch mal die Kamera weglegen und fragt dich, warum du schon wieder sein Essen fotografierst. Wir waren einfach alle auf einer Wellenlänge und hatte keine Probleme, mit jedem schnell ein Gesprächsthema zu finden.

Ich hab jetzt auch nicht mehr das Gefühl, so vollkommen in den leeren Raum zu bloggen. Und die Zweifel: „Wer liest das eigentlich, wen interessiert es und macht das alles überhaupt Sinn?“, haben auch alle anderen, egal wie bekannt und toll ihre Blogs sind. Oder wie Cati Basmati so treffen schrieb: „Das sind Menschen wie ich und ich."

Es war ein rundum gelungener Tag und ich bin gespannt, wie es mit BlogSt weitergeht.  Das war sicher nicht der letzte Workshop von dem BlogSt-Team und ich bin gerne wieder dabei.

14. Juni 2012

Analog statt Digital


I COULD HAVE DONE THIS.. from Briar Mark on Vimeo.

Handarbeit ist wie das Wort schon sagt: Arbeit! Briar Marks hat sich hingesetzt und einen Satz gestickt, der sich in wenigen Sekunden einfach hätte ausdrucken lassen. Aber sie hat 37,5 Stunden daran gearbeitet. Das Ergebnis ist großartig und das Video bieten einen tollen Einblick in ihre Arbeitsweise und die krasse Zeitspanne, die es braucht, um etwas von Hand zu sticken.

Penny Nickels hat zu dem Thema auch einen Video-Tumblr ins Leben gerufen: This Is Hand Made.
"If you can't sit through 5 minutes of mind-numbingly boring ass handwork, then you don't get to whine about how much it costs. It's just as tedious for us as it is for the viewer. It really is."

Schaut mal rein, es lohnt sich den Craftern und Künstlern bei der Arbeit zu zu sehen. Für viele ist es bestimmt langweilig, aber ich find's schon beinahe meditativ. Und wenn ihr das nächste Mal was Handgemachtes kauft: Denkt daran! 

Das Video erinnert mich darüberhinaus auch an die gestickten Poster von Gergana Plummer. 

13. Juni 2012

DIY Visitenkarten

Am Samstag geht's nach Köln zu Blogst. Das wird ganz großartig. Ich hab schon einen ersten Blick auf die Blogs anderer Teilnehmerinnen geworfen und da sind soviele kreative, tolle Frauen bei, dass ich es kaum abwarten kann, sie alle kennenzulernen.

Und damit mich danach auch alle wiederfinden, hab ich mir ein paar Vistenkarten in Kleinstauflage gebastelt. Passend zu mir mussten sie natürlich bestickt werden. Und für noch mehr Haptik noch den Namen in Dymoband geprägt. Allerdings nicht handbeschrieben, das wäre bei meiner Handschrift kontraproduktiv. Daher mussten bedruckte Adressetiketten herhalten. Ich bin ganz begeistert von dem Ergebnis. Die Karten sind sicher nichts für eine Businesslunch oder gar das obligatorische Goldfischglas, aber für ein kreatives Umfeld sind sie genau richtig. Find ich.

11. Juni 2012

Sonntagssüße Tassenkuchen

Mein gestriges Sonntagssüß war sehr spontan und ungeplant. Ein plötzliches Verlangen nach Schokoladenkuchen wollte sofort gestillt werden - und sich nicht erst lange mit Backen aufhalten.
Also gab es "Mug Cakes" aus der Mikrowelle, die schnellste und einfachste Möglichkeit, sich einen Diät zu versauen. Die Zutaten sind eigentlich immer im Haus und die Zubereitung dauert maximal 10 Minuten. Ich hab mich an diesem Rezept orientiert, aber es kräftig abgewandelt, damit es eine nicht ganz so amerikanische Energiedichte hat. 

Erdnussbutter-Schokoküchlein

Zutaten
2 TL Butter
2 EL Erdnussbutter
1 EL Vanillezucker
1 EL braunen Zucker
1 Ei
2 EL Mehl
1/8 TL Backpulver
2 EL Kakaopulver (richtiges, kein Instantpulver)
Kräftige Prise Salz


Butter und Erdnussbutter in der Mikrowelle schmelzen lassen. Trockene Zutaten vermengen, das Ei und die zerlassene Butter dazu. In zwei Nachttischförmchen füllen (oder eine große Tasse) und auf höchste Stufe in die Mikrowelle. Alle 30 Sekunden mal nachschauen. Meine waren circa 2 1/2 Minuten drin, aber ich glaube, 90 Sekunden hätten vermutlich auch gereicht. 

Als krönenden Abschluß noch einen Löffel Cremé Fraîche und etwas Zucker on Top und sofort essen. Nicht abkühlen lassen, sonst schmeckt's labberig.

Es war mein erster Versuch mit der Mikrowelle zu "backen" und ich muss sagen: Nicht so gut wie aus dem Ofen (leicht gummiartige Konsistenz), aber für mal eben schnell richtig lecker. Nächstes Mal mit Schokostückchen und ein bisschen kürzere Garzeit, damit es innen noch flüssig bleibt. Vielleicht noch eine reife Banane mitrein. Ich glaub, das wird gut!

··· credits ···  
Chocolate Peanut Butter Mug Cake 
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5. Juni 2012

Königliche Kunst

Auch an der Kunst ist das Diamond Jubilee nicht vorbei gezogen. In der National Portrait Gallery läuft noch bis zum 17. Oktober 2012 die Ausstellung "The Queen" mit Bildern von Lizzie aus den letzten 60 Jahren. Von formellen Portraits und Fotgrafien von beispielsweise Cecil Beaton bis zu Werken moderner Künstler wie Warhol oder ganz aktuell Chris Levin's "The Lightness of Being" zeigt die Show ganz unterschiedliche Seiten und auch Einstellungen gegenüber Her Royal Highness. Durch die eher klassischen Fotografien, die im Besitz der National Galerie sind, kann man sich online durchklicken.

Eine ungewöhnliche Sammlung von Portraits bietet der Telegraph. Die Queen getoastet, aus Lego, Jaffa Cakes, mit Bier gemalt oder in einen Stecknadelkopf gemeiselt, die Bilderstrecke ist eine Feier der Kreativität.

Mich spricht Handwerkskunst immer ganz speziell an und hier eine kleine Auswahl an Jubilee Art, die mir besonders gut gefällt: 

Rubbish Queens von Jane Perkins - links Vivat Regina I, rechts Jubilee Queen


Jane Perkins gestaltet ihre Bilder komplett aus gefundenen Objekten (Knöpfe, Plastikteile, etc), deren Farbe sie nicht verändert. Die Teile werden also nicht extra angemalt, damit sie in die Collagen passen, sondern bleiben in ihrem Original-Zustand! Ich frag mich ja, wie sie die Dinge findet. Einfach so auf der Straße dürfte die Sammelei ganz schön lange dauern...

Royal Jubilee Banner by Ann Carrington (via Craftzine)
Royal Jubilee Banner Detail

Dieser Banner besteht aus einer halben Million goldener Knöpfe! Es war einen Auftragsarbeit der Künstlerin Ann Carrington und hing vom Heck der Royalen Barke. Carringtons Serie "Pearly Queens" ist absolut sehenswert und ruft bei mir tiefen Respekt vor der Geduld und dem Fingerspitzengefühl der Künstlerin hervor.

Krone von Paul Smith für die Harrods Majestic Crowns Collection

Interessant finde ich auch die Majestic Crowns Collection von Harrods. Das Luxuskaufhaus hat unterschiedliche Designer dazu verpflichtet für sie Kronen herzustellen. Und auch wenn die De Beers Variation mit  974 Diamanten aufwartet und über 100 Stunden Handarbeit erfordert hat, gefällt mir die Version von Paul Smith irgendwie besser. Alleine der Corgi auf der Spitze!

3. Juni 2012

Sonntagssüß - die Jubilee Edition

Ich habe eine große Schwäche für das United Kingdom. Und ob man es glaubt oder nicht: Insbesondere für das britische Essen. Drei Tage London haben mal glatt zu 5 Kilo mehr auf der Waage geführt. Aber bei Cornish Pasty, Sheperd's Pie, Fish'n Chips, Crisps mit Salt & Vinegar, etc. pp. kann ich mich nicht zurückhalten.

Daher bin ich froh über jede Chance, Englisches zu kochen oder zu backen. Das Diamond Jubilee ist also eine Steilvorlage, die es zu nutzen gilt. Ob Scones jetzt wirklich Sonntagssüß sind, darüber lässt sich vielleicht streiten, aber mit Orangenmarmelade und Erdbeeren versüßen sie mir auf jeden Fall den regnerischen Tag. Und auch die recht dröge Übertragung der Bootsparty auf der Themse. Wo sind die Hüte? Und die Promis? Und der Klatsch? Laaaangweilig! Aber dafür hab ich den Twitter-Account der Queen gefunden! Very amusing!





Scones-Rezept

250g Weizenmehl
3 TL Backpulver
1 Eßl Zucker
1 Prise Salz
150ml Milch
50g Butter
1 Eigelb zum Bepinseln

Mehl und Backpulver sieben und mischen. Die restlichen Zutaten dazu und mit Knethaken vermischen. Nochmal kräftig mit den Händen durchkneten und dann für mindestens 15 Minuten in den Kühlschrank. 8 Kugeln formen, auf's Backblech und mit einem gequirlten Eigelb bestreichen. In den 200 Grad (Umluft) heißen Ofen schieben und 20 Minuten backen. Noch warm mit Butter und Orangenmarmelade find ich sie am besten.

free printable
Wo Essen ist, ist auch die Katze nie fern...

 

Die Deko zum Nachbasteln - Kostenloser Download 

So richtige royale Stimmung kommt erst mit der passenden Dekoration auf. Kleine Fähnchen gehen immer. Zur Feier des Tages könnt Ihr die auch haben. Los, schnappt euch eine Schere und sucht die Zahnstocher - hier geht's zum Download!


Weil das Jubilee Weekend schon fast um ist und hier ja auch bald eine etwas größere Veranstaltung mit Snacks bei Live-Übertragung stattfindet, gibt's die Fähnchen auch in Schwarz-Rot-Gold. Allerdings stecken die dann wohl eher in Frikadellen zur EM, oder habt ihr einen süßen Fussball-Snack?

30. Mai 2012

Wer ist eigentlich Paul?

Paul ist nicht nur süß, sondern auch bunt, kreativ, herzhaft und einfach super anzuschauen! Die Rede ist von "Sweet Paul", einem druckfrischem Neuzugang in deutschen Zeitschriftenregalen.

Sweet Paul gibt es eigentlich schon länger, aber zum einen auf Englisch und zum anderen digital.  So nennt sich nämlich der Blog von dem Food Stylisten Paul Lowe, den er im Oktober 2007 gründete und der seitdem nicht mehr aufzuhalten ist. Seit 2010 bietet Paul das Magazin zum Blog kostenlos als ePaper an und ich hab schon einige Male hungrig und inspiriert durchgeblättert. Sein Motto lautet "Chasing the sweet things in life" und ich kann nur sagen: Das merkt man jeder Seite seines Magazins an!

Es gibt nicht nur süße Leckereien, sondern auch köstliche BBQ-Rezepte, einfache aber schicke DIY-Anleitungen, den obligatorischen Städtetrip (diesmal Amsterdam) und Unmengen großartiger Bilder. Paul Lowe weiß halt, was er macht. Hier ein paar Eindrücke aus dem Magazin:


Leckeres Wassereis auf Mexikanisch. Muss ich auch noch probieren.


Gegrillte Pizza? Mal was anderes...
Ui, NEON! Ich brauch dringend mehr Neon in meinem Leben.
Richtig lecker klingende Burger-Rezepte gibt es auch. Das Rezept für den Lammburger mit Fetapesto (rechts) gibt es übrigens auf der deutschen Sweet Paul Facebook Seite!


Aber, ganz wichtig, ob bei Kochbüchern oder kulinarischen Zeitschrift: Schmeckt es denn auch, was da so hübsch abgelichtet ist? Ich hab sofort den Test gemacht und diese zwei Rezepte ausprobiert:



 

Apple Crumble: 



Super-Hammer-Lecker! Echt jetzt. Ich hab den Crumble am Montag abend um 8 Uhr noch zusammengerührt. Aller Zutaten waren zufällig im Haus und das Ganze hat vielleicht 10 Minuten Arbeit gekostet. Danach noch 20 Minuten im Ofen und wir hatten den perfekten Snack für Sherlock Holmes (Hat jemand das Staffel-Finale gesehen? Manmanman).
Das Rezept kommt ins Standart-Repertoire! Dazu noch eine Kugel Vanille-Eis und man hat einen feinen Nachtisch für die nächste Tafelrunde.


Forellen-Dill-Traum



Heute Mittag sollte es etwas leichteres sein, denn heute Abend geht's Tapas-Essen zum Spanier. Daher fiel die Wahl auf einen Salat und da ich geräucherte Forelle eh mag und Rote Beete viel zu selten benutze, wurde es der Forellen-Dill-Traum. Auch wirklich lecker, nur am Dressing würd ich noch ein bisschen schrauben. Nur Joghurt mit Zitrone, Dill, Salz und Pfeffer war mir etwas zu simple. Insbesondere da ich die Süße der Rote Beete gerne noch mehr rausgeholt hätte. Vielleicht eher eine Honig-Senf-Vinaigrette? Aber die Kombi aus Bohnen, Rote Beete und Forelle ist richtig gut und hat was ganz erdiges. Merk ich mir ebenfalls.

Was mir an Sweet Paul gefällt? Die Fotografien sind toll, das Layout chic, nur wenig Werbung (Hallo Modezeitschriften!) und die Rezepte funktionieren auch. Ich freu mich schon auf die nächste Ausgabe am 31. August. Und solange blättere ich mich durch den englischen Blog.

Allerdings hab ich jetzt ganz viel Rote Beete im Kühlschrank. Hat jemand noch weitere Rote-Beete-Ein-Personen-Rezepte für mich?

29. Mai 2012

Needful Things 6

Gestern haben der Freund und ich das Dorf verlassen und uns ein bisschen in der hügeligen Nachbarschaft rumgetrieben. Unser steiniger Weg (DB sei dank - aber damit fang ich besser gar nicht erst an!) hat uns nach Wuppertal zum Needful Things Designmarkt geführt. Der kleine Designmarkt im Café ADA fand jetzt schon in der 6. Auflage statt und hatte eine wirklich schöne Auswahl zu bieten. Denn auch hier, wie bei vielen Märkten dieser Art, musste man sich für einen Stand bewerben und so gab es nicht hundert Mal das gleiche auf unterschiedlichen Tischen. Ein paar Dinge wiederholen sich natürlich immer und ich muss ganz ehrlich sagen: Noch eine Matrioschka auf Filz-iPhone-Täschchen brauch ich jetzt nicht unbedingt. Aber die Geschmäcker sind ja zum Glück unterschiedlich und hoch lebe die Vielfalt.

Meine drei Lieblingsstände waren auf jeden Fall:

Bon Matin

 


Das hauseigene Label des Wuppertaler pressure siebdruck ateliers hatte eine tolle Auswahl an Textilien und Drucken dabei. Schick präsentiert vor Schwarz mit alten Weinkisten passte der Stand auch super zu den Motiven: Erinnerungen an alte Biologie-Säle wurden wach und Jules Vernes ließ grüßen.

Wir haben uns einen Druck gegönnt, allerdings in einem ganz anderen, cleaneren Design von Anna Gemmeke, dem jüngsten Illustratoren-Zugang im Hause Bon Matin. Und wir sind wohl auch die ersten gewesen, die sich dieses Motiv gekauft haben. Yay!

25. Mai 2012

Drowning in a sea of colours

Farbige Fluten, Regenbogenblasen, ein Meer in Multicolor!
Willst Du dich retten oder glücklich untergehen?
Schließ die Augen, schluck den schlierigen Schimmer.
Ergib dich der See und fang an zu schillern.




24. Mai 2012

Neu im Shop

Ich habe heute meinen Dawanda-Shop erweitert. Und das nicht nur einfach um neue Artikel, sondern um eine ganz neue Kategorie!

Bei mir gibt es jetzt auch individuelle gestickte Monogramme und Initialien. Diese Stickereien sind ganz klassisch und somit was ganz anders als das, was ich sonst mache. Aber ich liebe alte Monogramme und find sie schlicht schön. Es muss ja nicht immer alles unbedingt ausgefallen und ungewöhnlich sein. Manchmal reicht auch einfach nur hübsch. Oder?

Gesticktes Monogramm